Mit dem Rad zur Arbeit

Die Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“, feiert am 1. Juni 2011 den 10. Geburtstag

AOK und ADFC animieren Radfahrer im Juni, Juli und August dazu, möglichst täglich, durch das Fahrradfahren im Alltag, etwas für die Gesundheit zu tun. Unternehmer und Politiker locken mit einem vorbildlichen, eigenen Engagement und Prämien.

Viele Menschen fassen, im Bezug auf ihre Fitnessgewohnheiten, am Anfang jeden Jahres, gute Vorsätze. Oft scheitern die Bemühungen schnell wieder am Mangel von Disziplin oder einem schlechten Zeitmanagement. Eine Möglichkeit Fitness und Umweltschutz zu verbinden, ist, mit dem Rad zur Arbeitsstätte zu fahren. Das hat, nicht nur im ländlichen Raum, den Vorteil schneller voranzukommen, denn im Straßenverkehr sind Radfahrer oft wendiger als Autos. Seit dem Jahr 2001 werden die Radfahrer mit der Aktion: „Mit dem Rad zur Arbeit“ vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC) und der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) unterstützt. Zusätzlich zum Fitnesstraining und dem Umweltschutz wird mit der Aktion, an die sich bisher bundesweit 170.000 Teilnehmer beteiligten, der Verkauf von Fahrrädern angekurbelt. Die Veranstalter werben dafür, dass im Prinzip jeder nur gewinnen kann, denn eine regelmäßige Bewegung hält fit und gesund.

Wie können Radfahrer mitmachen

Mitmachen können alle die arbeiten, selbst dann, wenn sie nicht bei der AOK, sondern in einer Betriebskrankenkasse versichert und kein Mitglied des ADFC sind. Anmelden können die Freizeitsportler sich beim Firmenkundenberater der AOK oder bei einem von der Firma bestimmten Betriebskoordinator, der die Daten sammelt und alle Interessierten gemeinsam bei der AOK anmeldet. Eine Anmeldung im Internet ist auch möglich. Sie wird oft von Betriebsangehörigen kleiner Firmen vorgenommen. Damit alle Anmeldungen der sechzehn teilnehmenden Bundesländer korrekt erfasst und verarbeitet werden können ist es erforderlich, dass die Anmeldung in der Stadt erfolgt, wo der Firmensitz des Unternehmens ist.

Im Team fährt es sich leichter

Viele Freizeitsportler mit Rad bilden, wenn sie an der Aktion teilnehmen, mit drei oder vier Kollegen oder anderen Radfahrern, die den gleichen Weg fahren, ein Team. Es hat sich herausgestellt, dass es einigen Radfahrern leichter fällt, im Team zu fahren und das viele, auch nach den drei Monaten, weiter das Rad nutzen, um zur Arbeit zu fahren. Andere machen regelmäßig in jedem Jahr mit. Beide Gruppen stellten fest, dass Gespräche zur Teilnahme motivieren und die Kollegen im Privat- oder Arbeitsleben intensiver zusammen kommen. Es wurde berichtet, dass darüber ausgetauscht wird ob und wie anstrengend die Fahrt war, ob die Verkehrsverhältnisse für Radfahrer verbessert werden müssten und ob sich das eigene Gewicht veränderte. In einem „Aktionskalender“ kreuzen die Teilnehmer ihre eigenen Radel-Tage an. Günstig ist, dass Radfahrer, die in Urlaub fahren oder krank werden, nicht aus dem Programm fallen, denn es ist nur nötig insgesamt 20 Tage zur Arbeit geradelt zu sein um an der Verlosung, bei der es attraktive Preise zu gewinnen gibt, teilnehmen zu können.

Das sind die Regeln, die von den Teilnehmern akzeptiert werden müssen

Die Aktion dauert insgesamt drei Monate. Im Juni, Juli und August muss jeder der teilnimmt an mindestens 20 Tagen mit dem Rad zur Arbeit fahren. Wenn er als Pendler mit dem Zug oder dem Bus fährt, kann er die Strecke bis zur Bushaltestelle oder dem Bahnhof mit dem Rad bewältigen. Für die Teilnahme ist es völlig unerheblich, wie lang der Arbeitsweg ist oder ob er ausschließlich mit dem Rad gefahren wird. Er kann, so teilen die Veranstalter mit, auch in einer Kombination zwischen dem Rad und öffentlichen Verkehrsmitteln bewältigt werden. Die Mindestdauer sind 20 Arbeitstage. Eine längere Teilnahme ist gut für die Gesundheit, die Umwelt und den Geldbeutel, hat aber keinen Einfluss auf die Gewinnchancen.

Betriebskoordinatoren sind wichtige Helfer

Die Verantwortlichen der AOK und des ADFC wünschen sich, dass viele Unternehmer und ihre Beschäftigten sich als Radfahrer im Alltag engagieren. Konkret für die Aktion werden Kollegen, die Spaß am Radfahren haben und möglichst viele Mitmacher gewinnen können, als Betriebskoordinatoren benötigt.. Diese ehrenamtlich tätigen Menschen sorgen dafür, dass die Idee des alltäglichen Fahrens mit dem  Radfür das viele Helfer benötigt werden,erfolgreich umgesetzt wird.

Die Helfer wissen, dass Sport und Fitnesstraining in der Gruppe mehr Spaß macht

Sie werben in ihrer Firma mit Aushängen, im Intranet und bei Besprechungen für die Aktion.

Sie sind während des Aktionszeitraums, vom1. Juni bis zum 31. August, für die Teilnehmer Ansprechpartner

Sie sammeln die Teammeldungen und leiten sie an die AOK weiter

Sie Verteilen die „Aktionskalender” und senden diese rechtzeitige weiter

Weitere Möglichkeiten sich als Betriebskoordinator zu engagieren:

Sie können, mithilfe des ADFC und der AOK firmeninterne Gesundheitstage, Fahrradausflüge oder Reparaturaktionen organisieren.

Betriebskoordinatoren melden oft, mit Zustimmung der Firma, das gesamte Unternehmen zum Wettbewerb „Fahrradaktiver Betrieb” an

Bei den Kollegen fürs Rad fahren werben

Wer für die Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ werben will, kann bevorzugt in Firmenzeitschriften, am Schwarzen Brett oder in Betriebsversammlungen diejenigen Kollegen zum Radfahren animieren, die zwar aufs Rad umsteigen wollen, bisher aber aus irgendwelchen Gründen zögerten. Die Aktion, die zugleich auch den Gemeinschaftssinn fördert, wird oft von der Geschäftsführung oder dem Gesundheitsbeauftragten, der Personal- oder auch der Marketingabteilung der Firma vorgestellt. Oft fallen die Anregungen auf fruchtbaren Boden, denn viele Berufspendler können mit dem Rad fahren Spritkosten sparen und tun zusätzlich etwas für die eigene Gesundheit und die Umwelt. Wer jeden Tag etwas für seine Finess tun will, wird zusätzlich durch ein gutes Vorbild und durch einen Kreis Gleichgesinnter motiviert und unterstützt. Am Besten funktioniert es, wenn möglichst viele Manager, Führungskräfte, Politiker und Verwaltungschefs sich, auf dem Weg zu ihrer Arbeit, auch in den Sattel schwingen. Dabei fördern zusätzlich die Gesundheit der Mitarbeiter und inspirieren diese zur umweltschonenden Mobilität. Nach Auskunft der Veranstalter können bei der Aktion kleine Anerkennungen und größere Gewinne, zum Beispiel ein begehrtes neues Fahrrad oder eine Reise, die von Sponsoren in Aussicht gestellt werden, erworben werden.

Keine Sorge vor Datenmissbrauch

Von den Organisatoren werden, damit das Programm der Aktion verbessert werden kann, über die Länge des Arbeitsweges, der Nutzung des Fahrrades oder zur Beschaffenheit des öffentlichen Nahverkehrs, Daten von den Teilnehmern erfragt. Die Adresse wird, so versichern die Veranstalter, nur zur Zustellung eines eventuellen Gewinns benötigt und nicht weiter gegeben.

Autor: Monika Hermeling

Nützliche Links:
www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de
www.adfc.de/Aktionen–Kampagnen/Mit-dem-Rad-zur-Arbeit/Uebersicht-Mit-dem-Rad-zur-Arbeit

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